Heisse Quellen und harte Jungs

Vulkankrater Sete Cidades


Die Uhr zeigte 8:15 an, als ich das erste Mal auf's Smartphone schaute. Das bedeutete so viel wie 'ausgeschlafen'. 

Ich lümmelte noch eine ganze Weile im Bett herum, ehe wir kurz vor halb 10 zum Frühstückssaal liefen. 

Vegan ist anscheinend vielen noch kein Begriff auf der Insel. Der für uns zuständige Mitarbeiter fragte noch einmal, ob wir wirklich kein Käse und keine Eier essen würden. Um ehrlich zu sein, waren wir daraufhin etwas besorgt. Was wird es wohl diesmal geben? 

Eins muss man der Küche aber lassen - sie sind bemüht. Uns wurden Brötchen, Obst, ein ganz kleiner Blätterteigmuffin mit Puddingfüllung und gegrilltes Gemüse serviert. 

Nach dem Frühstück fuhren wir wieder ins Parque Atlantico.

Im Supermarkt kauften wir vegane Würstchen im Glas, Brötchen, veganen Käse und Schokoplätzchen ein. Von der Auswahl an veganen Produkten war bzw. bin ich sehr begeistert. 

Und ja richtig gelesen. Wir waren an einem Sonntag einkaufen. Das gesamte Einkaufszentrum hatte geöffnet. (Ich könnte mich daran gewöhnen) 

 

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Unser erstes Ziel war der Vulkankrater 'Sete Cidades'. Im inneren befindet sich das gleichnamige Dorf sowie die zwei Seen Lagoa Azul und Lagoa Verde. Scheint die Sonne günstig, erleuchten die Seen in einem blauen und grünen Ton. Rundherum gibt es unzählige Aussichtspunkte und auch Wanderwege. Von manchen kann man hervorragend den Vulkankrater erkennen. Wir beließen es aber bei diesem Aussichtspunkt. 

 

Vielleicht lag es am diesigen Wetter, dass wir eher wenig beeindruckt davon waren. Nichtsdestotrotz war es natürlich wunderschön. 

An einem großen, aber leeren Parkplatz, machten wir noch einmal halt. Wir entdeckten einen Trampelpfad den wir selbstverständlich folgten. Dieser Pfad führte schlussendlich zu nichts, aber wir hatten dabei ein tolles Gefühl. Der Weg führte durch einen dicht-bewachsenen Wald. Große Pflanzen reihten sich aneinander. Wir waren im Dschungel. Denn genauso fühlte es sich an.    

 

 

 

 

 

 

 

Wir machten eine kurze Lunchpause am See

und beobachteten die kontaktfreudigen Enten.

Sie schnatterten um die Wette getreu nach dem Motto:

 

gebt uns was zu Essen! 

 

Termas da Ferraria


Danach fuhren wir weiter zu der 'Termas da Ferraria'. 

Dort befindet sich ein Thermal SPA und ein Naturbecken. Wobei man unter Thermal Spa nicht zu viel erwarten sollte. Es ist ein rustikales kleines Beton-Becken mit ein paar Liegestühlen. 

Das wahre Highlight ist das Naturbecken. Dort befinden sich 2 vulkanische Quellen, die das Becken (und auch das Thermal Spa) erwärmen. Auf dem Weg dorthin sprach uns ein junger Mann an. Er war offensichtlich bereits im Becken gewesen. Sein Kommentar: es ist nicht so warm, wie man erwartet. 

Ich schaute mir das Spektakel an. Ein paar Männergruppen waren im Wasser. Der Wellengang relativ "stark". Die Umkleide etwas entfernt. Mir war die "Lust" vergangen. 

Was dem ganzen aber nicht geschadet hat. Die vulkanische Landschaft direkt am Meer war fantastisch. Wir liefen über Gestein direkt zu massiven Klippen. Das Wasser peitschte umher. Die Sonne ist langsam untergegangen. Auf einem Felsen schauten wir dem Naturschauspiel zu. 

Es war ein wunderschöner Tag. 

Wir ließen uns von einem Ort zum anderen treiben. Ganz nach unserer Laune. 

Es folgen nun eine Vielzahl von Bilder.

Die Aufnahmen sind so schön, dass ich nicht wählen möchte.

 

 

 

23:15, Felix schläft bereits. Er schnarcht leise vor sich hin, während ich noch die letzten Zeilen schreibe. 

 

Ich hoffe ihr hattet auch einen wundervollen Sonntag. 

 

Bis Morgen

 

Melina 

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