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Reicht ein Macbook um 4K Videos zu schneiden?

Falls du auf diesen Artikel geklickt hast, fragst du dich: Reicht ein Macbook um darauf 4K Videomaterial zu schneiden? Ich nutze mein 16 Zoll Macbook von 2019 seit einem halben Jahr genau dafür und will dir helfen die Frage zu beantworten. 

 

Willkommen hier auf dem Woanders Vegan Blog. Hier geht es hauptsächlich ums gemeinsame Reisen und die vegane Lebensweise. Hin und wieder schreibe ich aber auch über Technik, die wir nutzen um unsere Videos zu produzieren. 

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Jetzt zur eigentlichen Frage... Reicht das Macbook für 4K Videoschnitt? 

Ich sage Ja und erkläre dir jetzt warum.  

 

Wir sind viel unterwegs. Ich bin also darauf angewiesen schon unterwegs Material zu sichten und zu schneiden. Nehme ich 5 Tage lang nur auf und warte mit dem Schneiden bis ich zurück am Heimrechner sitze, verliere ich den Überblick. Der Datenberg wird mir einfach zu groß. 

Außerdem sind die Videos aktueller...Mir ist wichtig dass keine Wochen zwischen Aufnahme und Veröffentlichung liegen. 

 

Aus diesem Grund kam für mich, als ich mir einen neuen Rechner zulegen wollte, also nur ein Macbook in Frage. Mein erster Apple Computer war ein IMac, der zweite ein kleines MacBook Pro. 

Aber erst mit dem 16 Zoll Macbook Pro habe ich meinen perfekten Begleiter gefunden. 

 

Lasst uns ganz schnell auf die Spezifikationen schauen. Ich benutze das 2019er Macbook Pro mit Touchbar in kleinster Ausstattung. 2,6 Ghz 6-Core i7 Prozessor, 16 GB DDR 4 Ram, Radeon Pro 5300 und 512 GB SSD.

Preis ca. 2300 Euro. Falls ihr mehr Informationen benötigt klickt auf die Verlinkung, die euch zu Amazon führt. 

 

Wie fühlt es sich also an 4K Material zu verarbeiten? Ich muss sagen, dass ich bis jetzt keine Probleme hatte große Videodateien zu schneiden. Kein stocken, kein einfrieren, keine Verzögerung. Ein einziges Mal habe ich ein Projekt verloren. Der Grund dafür waren aber externe Effekte, die ich in Final Cut benutzt hatte. 

Natürlich läuft der Lüfter auf Hochtouren, der Akku hält unter Volllast vielleicht 2 Stunden und die 512 GB SSD füllt sich durch Rendern und Proxys (die beiden Begriffe erkläre ich gleich) relativ schnell. 

 

Alle Negativpunkte lassen sich aber lösen. Es ist mir bis jetzt fast noch nie passiert dass ich ohne Stromanschluss geschnitten habe. Erstens weil nicht die volle Leistung abgerufen wird und zweitens weil es in jedem Hotelzimmer und in jedem Cafe eine Steckdose gibt. Sogar im Flugzeug gibt es oftmals die Möglichkeit den Rechner mit Strom zu versorgen. Also macht euch da keine Gedanken. 

Das zweite Problem, das es zu lösen gilt ist der begrenzte Speicher. Will man 1TB SSD Speicher von Vorneherein in seinem Macbook zahlt man direkt mehrere 100 Euro. 

Eine praktische Alternative sind externe SSD Festplatten, die ganz einfach über USB C verbunden werden und dabei viel Platz und hohe Geschwindigkeiten bieten. Bei einem deutlich geringeren Preis. Außerdem seid ihr flexibler...falls ihr z.B. einen zweiten Rechner besitzt an dem ihr weiterarbeiten möchtet. 

 

Als Schnittprogramm nutze ich Final Cut. Ich weiß, es hat nicht den besten Ruf, aber es ist intuitiv, bietet optimierte Leistung für Mac Systeme und ist nicht an ein Abo-Modell gebunden. Dafür kostet es einmalig ca. 350 Euro.

Ich habe schon mit Adobe Premiere gearbeitet und noch wenigen Wochen entschieden mich auf Photoshop und Lightroom im Abo zu beschränken. Seitdem spare ich über 20 Euro an Abo-Kosten.  

 

Das Schnittprogramm ist wichtig wenn es um die Performance, also die Geschwindigkeit beim Schneiden geht. 

Zuallererst gibt es die Möglichkeit, vom Schnittprogramm Proxys erstellen zu lassen. Proxys sind Kopien der großen 4K Dateien in kleinerer Auflösung. Diese kleineren Dateien lassen sich von Programm und Rechner natürlich wesentlich schneller verarbeiten. Dadurch beschleunigt sich das System deutlich!

Vor dem Export stellt man dann von den kleinen Proxy Dateien zurück auf Original Dateien. Fertig! 

 

Diese Proxys belegen natürlich Speicherplatz. Genau wie das Rendern, das versucht die Leistung zu optimieren, in dem Prozesse schon einmal vorausberechnet werden, damit sie später schneller abgerufen werden können. Dieses Vorausberechnen füllt  den "Cache" und somit die Festplatte. Dieser Cache kann, um Speicherplatz freizumachen, jederzeit gelöscht werden. Dann verlangsamt sich das System natürlich wieder.  

 

Lasst uns zu einigen Fragen kommen, die man sich vielleicht stellt wenn man vor der Wahl zwischen Macbook und Imac steht. 

Reicht die Bildschirmgröße aus?

Dieses Bedenken kann ich nachvollziehen und ist vielleicht auch individuell berechtigt. Ich finde das Arbeiten am 16 Zoll Bildschirm angenehm. Ich kann alles erkennen und habe nicht das Gefühl eine größere Bilddiagonale zu brauchen. Schaut man zu den kleinen 13 Zoll Macbook Modellen sieht das anders aus. Langes Arbeiten wird bei den kleinen Modellen schwierig. Achtet auch darauf, euer Macbook etwas höher zu positionieren (z.B. durch eine Laptopunterlage) das verbessert die Haltung und lässt euch auch mal im Bett sitzend arbeiten, ohne dass die Einlässe des Lüfters durch Kissen oder Ähnliches blockiert werden.    

Wie sieht es mit den Anschlussmöglichkeiten aus? 

4 mal USB C und ein Kopfhörerausgang stehen zur Verfügung. Das Übertragen von SD Karten oder USB Sticks funktioniert daher nur über einen Dock. Dieser bietet dann alle Verbindungsmöglichkeiten und belegt dabei nur einen USB C Anschluss. Meinen Verbindungs-Dock und anderes Zubehör, das ich für meinen Mac nutze verlinke ich noch einmal unter dem Artikel.

Funktioniert die Bedienung ohne Maus?

Ich habe mich an das Arbeiten ohne Maus gewöhnt und nutze die Kombination aus Touchpad, Shortcuts und der Touchbar. Der Vorteil ist dass ich überall ohne viel Platz arbeiten kann.

 

 

Für mich gilt bei einem Computer das Gleiche wie bei Kameras. Er muss so handlich sein, dass ich ihn jederzeit dabei haben kann. Ich kann an jedem Ort der Welt arbeiten und habe Ideen und Projekte immer im Rucksack. Mittlerweile stimmt sogar die Leistung der Systeme, weshalb ich gerne auf einen größeren Bildschirm und mehr Leistung verzichte. 

Natürlich bleibt es meine persönliche Meinung aber ich hoffe ihr konntet etwas für eure Entscheidung aus diesem Artikel mitnehmen. 

Vielen Dank fürs Lesen und bis bald bei Woanders Vegan. 

Felix

PS: Schaut mal beim Youtube Kanal vorbei 😉

 

 


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