Ein Tag im Park

Parque Natural dos Caldeirões


Felix ist leicht am kränkeln. Bereits vor dem Abflug beklagte er sich über Halsschmerzen. Die sind jetzt weg, aber der Schnupfen kam hinzu. 

Deswegen versuchen wir es heute etwas langsamer anzugehen. 

Nach ein paar Verständnisproblemen bekommen wir ein sehr leckeres Frühstück - gefüllte Paprika mit Kichererbsen und Brot. Wir trinken jeden Morgen Grüntee. Dieser wird auf der Insel produziert. Die Teeplantagen sind wohl die letzten Europas. 

 

Im Hotelzimmer zurück brauchen wir etwas Zeit, um einen Plan vom heutigen Tag zu machen. Die Internetrecherche stellt mich nicht zufrieden. Also ein kurzer Blick auf die Karte, welche wir vom Hotel bekommen haben. Zack - das heutige Ziel wurde auserkoren.

Der 'Parque Natural dos Caldeirões' ist ein kleiner angelegter Park. Dort sehen wir kleine Wasserfälle, Bäche und alte Wassermühlen. Die Parks unterscheiden sich sehr zu denen in Deutschland. Nicht nur wegen der Landschaft. Neben vielen Sitzgelegenheiten, stehen da fast immer Grills und Waschbecken. Der Grill besteht aus Beton (oder ähnliches) und ein Rost ist auch mit dabei.

Wir finden die Vorstellung, mit Familie und Freunden an so Plätzen zu grillen, echt schön. In Deutschland ist es ja meistens verboten. 

(Wir sind keine Parkgänger-Profis. Vielleicht sind die Dinge auch in deutschen Parks vorhanden. Ihr dürft uns gerne korrigieren) 

Mein, bzw. unser, persönliches Highlight ist der Trail, welcher am Ende des Parks beginnt. Ob der noch offiziell dazu gehört, kann ich gar nicht sagen. Aber es war wirklich toll. 

Wir folgen dem Bachverlauf immer weiter herunter. Es ist stellenweise sehr rutschig. Die selbstgebauten Holzgeländer sind teilweise verfallen oder morsch. Der Wald wirkt Dschungelartig. Einzig die gefährlichen Tiere fehlen hier (zum Glück). Wir sind ganz alleine. Keine Menschenseele ist hier. So können wir die Ruhe und die tollen Aussichten genießen. Felix hat viel fotografiert und gefilmt. Es sollte eigentlich nur ein kurzer Stopp werden. Doch wir verbringen Stunden im Wald. 

Der Aufstieg zurück zum Auto ist etwas anstrengend. Besonders Felix wird, erkältungsbedingt, immer müder und schlapper. 

Wir beschließen zurück zum Hotel zu fahren. Den geplanten Besuch im Terra-Nostra-Park verschieben wir auf einen anderen Tag. 

Auf dem Weg zurück halten wir noch kurz an einem Aussichtspunkt. Der Blick auf das Meer und die Klippen sind einfach immer wieder schön anzusehen. 

 

Gegen Abend ruft eine portugiesische Nummer an. Am Telefon meldet sich ein Mann, der beim Health Center arbeitet. Er möchte einen Termin zum Corona-Test mit uns vereinbaren. (Es ist Pflicht bei einem Aufenthalt von mehr als 7 Tagen, einen weiteren Corona-Test zu machen) Gesagt, getan. Morgen um 10:00 werden wir getestet. Ich bin etwas aufgeregt, aber zuversichtlich das der Test negativ ausfallen wird. 

 

Die Art und Weise wie die Azoren mit Corona umgehen, gefällt mir. Ich habe mich bis jetzt noch nie unwohl oder unsicher gefühlt.(Ok außer einmal im Supermarkt, weil es super voll war. Aber das ist im Rheingau auch nicht anders) 

 

Nach der Dusche, gehen wir im Hotelrestaurant 'Koi' essen. Auf der Speisekarte steht nämlich "Vegan Noodels mit Tofu". Außerdem essen wir eine Kürbissuppe. Die Nudeln waren lecker. Die Suppe war... sagen wir mal "Natural". Salz und Pfeffer hätten nicht geschadet. Aber immerhin musste wir nicht nochmal in die Stadt laufen. 

 

Habt noch einen schönen Abend/Tag.

 

Grüße

Melina 

 

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